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Heidelbeerauflauf



Seit kurzem sind in meiner Biokiste Heidelbeeren, leider nicht aus dem Wald, sondern gezüchtete. Sie sind größer und nicht so intensiv im Geschmack, aber schmecken hervorragend. Bei mir werden sie heute zu einem Heidelbeerauflauf verarbeitet. Achtung extrem köstlich- Suchtgefahr.


Heidelbeerauflauf für 4 Personen:

100 g zimmerwarme Butter

140 g Staubzucker (Puderzucker)

1 Pkg Vanillezucker (Ich mache meinen Vanillezucker immer selber)

Prise Salz

5 Eier zimmerwarm

250 g Topfen 20% (Quark)

250 g Sauerrahm (Saure Sahne)

100 g Grieß

2 Pkg. Vanillepuddingpulver

250 g Heidelbeeren (Blaubeeren)

evtl. Staubzucker (Puderzucker) zum Bestreuen


Zubereitung:

Die zimmerwarme Butter, Prise Salz, Staubzucker und Vanillezucker sehr schaumig schlagen. Die Eier trennen und die Eigelbe nach und nach unter Buttermasse rühren, das Eiweiß zu festem Eischnee schlagen. In dem Butterabtrieb wird nun Topfen, Sauerrahm, Grieß und Puddingpulver untergerührt, zum Abschluss wird der Eischnee vorsichtig untergehoben. Diese Teigmasse wird in eine gefettete und mit Bröseln ausgestreute Auflaufform gefüllt und im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad, Ober- und Unterhitze, ca. 35 Minuten gebacken. Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen.

 

 

Erdbeercharlotte



Mein mir Angetrauter hatte Geburtstag und da ist bei uns in der Familie Tradition, dass sich der Gratulant sein Wunschessen aussuchen kann. Zuerst kam ein lapidares „ist mir egal“, aber dann im Nachspann wurde doch noch ein Wunsch geäußert. Dreimal dürft ihr raten, was die Hauptspeise war? Richtig, es waren Schnitzel und Cordon Bleu. Da war noch das Thema der Mehlspeise, da auch Besuch erwartet wurde, da meinte er das solle ich entscheiden, so wurde es dann eine Erdbeercharlotte.


Zutaten für die Biskuitroulade:

6 Eier

Prise Salz

180 g Staubzucker (Puderzucker)

180 g Mehl glatt

Weiters:

Erdbeermarmelade


Zubereitung:

Die Eier trennen und das Eiweiß zu festen Eischnee schlagen. Den Staubzucker mit einer Prise Salz unterrühren, danach die Eidotter sehr zügig unterrühren und zum Abschluss das Mehl unterheben. Die Teigmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gleichmäßig verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Grad, Ober- und Unterhitze ca. 15 – 20 Minuten backen. Sofort auf die Arbeitsfläche stürzen und mit der Erdbeermarmelade bestreichen und ohne Zeitverzögerung zu einer Roulade rollen, auskühlen lassen.

 


Creme:

200 g pürierte Erdbeeren

Saft von einer Zitrone

100 g Staubzucker

6 Blatt Gelantine

300 g Joghurt natur

300 g Obers (Sahne)


Zubereitung:

Die Gelantine im kaltem Wasser einweichen und die pürierten Erdbeeren mit dem Zitronensaft vermischen. Das Obers steif schlagen und das Joghurt mit dem Staubzucker und dem Erdbeerpüree verrühren. Die Gelantine ausdrücken und in einem Topf erhitzen, bis sie flüssig wird, danach mit der Hälfte des geschlagenen Obers sehr zügig unter die Joghurtmasse rühren. Das restliche Obers vorsichtig unter die Creme heben.


Endfertigung:

Die ausgekühlte Roulade in feine Scheiben schneiden, bei mir waren es 28 Stück. Eine ovale Form mit Klarsichtfolie auslegen, danach mit den Rouladenscheiben auslegen, aber Reste zurückbehalten für die Abdeckung. Nun die Creme einfüllen und mit den restlichen Scheiben abdecken und mindestens 6 Stunden kühl stellen, am besten über die Nacht. Nachdem die Creme fest ist, aus der Form stürzen, die Folie abziehen und geniessen.

 

 

 

Erdbeertiramisu



 

Es ist Erdbeerzeit, ich habe selber einige Pflanzen in meinem Minigarten und Walderdbeeren bei unserem Teich. Die Walderdbeeren sind die Vorfahren unserer Erdbeeren, sie duften und sind viel aromatischer. Erdbeeren sind sehr gesund, enthalten sehr viel Vitamin C, Kalium und etwas Folsäure. Auf den Körper wirken sie harntreibend, sie sollen auch blutreinigend sein und gleichen auch den Mineralstoffhaushalt aus. Ich persönlich esse sie am liebsten pur oder mit Joghurt. Aber heute zeige ich euch ein Rezept von einem Erdbeer-Tiramisu.

Zutaten:

600 g pürierte Erdbeeren

200 g Joghurt natur

250 g Obers (Sahne)

250 g Mascarpone

9 Blatt Gelantine

140 g Staubzucker (Puderzucker)

Saft 1 Zitrone

1 ½ Schachteln Biskotten (Löffelbiskuit)


Zubereitung:

Vorab 6 Blatt Gelantine im kalten Wasser einweichen, die pürierten Erdbeeren mit dem Zitronensaft vermischen und erwärmen. Die Gelantine ausdrücken und in den erwärmten Erdbeeren auflösen und überkühlen lassen. Für die Creme 3 Blatt Gelantine im kalten Wasser einweichen und das Obers steif schlagen. Joghurt, Mascarpone und den Staubzucker miteinander verrühren. Die Gelantine ausdrücken und in einem Topf erhitzen, bis sie flüssig ist und mit einem Drittel des geschlagenen Obers zügig unter die Mascarpone-Joghurtcreme rühren. Das restliche Obers vorsichtig unter die Creme heben. Nun beginnt das schichten, ich habe eine Auflaufform genommen. Auf den Boden der Auflaufform etwas Erdbeersauce verteilen, darüber eine Lage Biskotten, dann die Creme, wieder Erdbeersauce, Biskotten, Creme, Erdbeersauce, nochmals Biskotten, Creme und zum Abschluss die restliche Erdbeersauce. Alles zumindest einen halben Tag kühl stellen, besser noch über die Nacht, damit es schön durchziehen kann.

 

Tipp: Ich habe beim Anrichten nochmals frisch pürierte Erdbeeren darüber verteilt.

 

 

 

Karottentorte mit Schokoladenglasur



 

Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, beziehe ich eine Biokiste mit Obst und Gemüse. Da kann es schon zu Überschüsse kommen, dieses Mal habe ich zu viele Karotten. Die Karotten stammen ursprünglich aus dem mittleren Osten und Zentralasien und sind sehr reich an Vitamin A und Kalium. Karotten besitzen auch heilende Kräfte, so sollen sie harntreibend, darmreinigend und entkrampfend wirken und den Mineralstoffhaushalt ausgleichen. Die Sehkraft stärken und bei Durchfall und Anämie unterstützend wirken. Bei Verbrennungen wirken Kompressen mit frisch gerieben Karotten lindernd. In der Küche sind sie vielseitig verwendbar – Suppen, Eintöpfe, Beilage, Kuchen und Gebäck. Heute möchte ich euch das Rezept einer Karottentorte mit Schokoladenglasur zeigen.


Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser:

6 Eier

380 g feingeriebene Karotten (Möhren)

110 g Staubzucker (Puderzucker)

Vanillezucker

Prise Salz

Saft einer halben Zitrone

240 g geriebene Nüsse

110 g Kristallzucker

100 g Mehl

½ Pkg. Backpulver

Rum

Weiters

Marmelade (Konfitüre)

Schokoladeglasur


Zubereitung:

Die Eier trennen und die Eidotter mit dem Staubzucker, Vanillezucker und einer Prise Salz sehr schaumig rühren. Nun das mit dem Backpulver vermischte Mehl, geriebene Nüsse, Zitronensaft und einen Schuss Rum untermengen. Das Eiweiß kurz aufschlagen, danach den Kristallzucker dazugeben und zu einem festen Eischnee schlagen. Den Eischnee mit den geriebenen Karotten unter den vorab gerührten Teig vorsichtig unterheben, in eine gefettete und bemehlte Tortenform mit 26 cm Durchmesser füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad, Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten backen, danach auskühlen lassen. Mit einer Marmelade nach Belieben bestreichen, bei mir war es eine Brombeermarmelade und mit Schokoladenglasur überziehen.

 

Tipp: Ich mache meine Schokoladenglasur immer mit 200 g Schokolade und 150 g Butter. Beides lasse ich im Wasserbad bei geringer Hitze, nicht über 40° Grad langsam zerfließen. Mit einem Schneebesen glatt verrühren und das Backgut damit glasieren. Falls etwas übrig bleibt, wird es im Kühlschrank kühl gestellt und bei Bedarf wieder langsam bei geringer Temperatur über den Wasserbad erwärmt.

 

Nusskranz aus Germteig



Meine Mutter hatte mir im Herbst einen Sack Walnüsse geschenkt, die sofort in der Tiefkühltruhe gelagert wurden. Hat den Vorteil, sie halten sich länger, es kommt keine Motte dazu und sie werden nicht ranzig. Der Walnusssbaum war ursprünglich am Kaspischen Meer und in Nordindien heimisch und gelang mit den Römern im 4. Jahrhundert nach Europa. Das in Walnüssen enthaltene Fett besteht zu 86% ungesättigte Fettsäuren. Walnüsse sind reich an Kupfer, Magnesium, Kalium, Vitamin B1, B6 und Folsäure. Bei mir gibt es heute einen Nusskranzkuchen aus Germteig.

 

Zutaten für den Teig:

600 g Mehl universal

1 Pkg. Germ (Hefe)

250 ml Milch

2 Dotter

125 g Butter

60 g Kristallzucker

Prise Salz

 

Zutaten für die Fülle:

1/8 l Milch

100 g Kristallzucker

30 g Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)

50 g Bröseln

200 g geriebene Nüsse

2 Essl. Rum

100 g Rosinen (wer es mag)

 

Weiters:

Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)


Zubereitung:

Die Germ in der lauwarmen Milch  mit dem Zucker auflösen und etwas rasten lassen. In der Zwischenzeit die Butter vorsichtig erhitzen, sollte nicht zu heiß sein. Das Mehl mit einer Prise Salz in eine Rührschüssel geben, restliche Zutaten dazugeben und mit einem Knethacken vermengen, sodass ein relativ fester Teig entsteht. Zugedeckt an einen warmen Ort stellen und 1 Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit die Nussfülle herstellen, dazu wird Milch, Zucker und Marillenmarmelade bis kurz vor dem Kochen erhitzt. Danach die Bröseln, Nüsse und wer mag, auch die Rosinen zugefügt und mit etwas Rum abgeschmeckt. Falls die Masse zu fest wird, kann mit etwas Wasser die Festigkeit verändert werden. Die Nussfülle etwas überkühlen lassen.

Den Teig der nun schön aufgegangen ist, aus der Schüssel geben, nochmals durchkneten und zu einem Rechteck ausrollen – 30 x 60 cm.  Mit der Nussfülle bestreichen und zusammenrollen, in der Mitte durchschneiden und flechten, aber so dass die Schnittflächen nach oben kommen. Kranzförmig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, nochmals abdecken und 10 Minuten ruhen lassen und bei 170° Grad, Ober- und Unterhitze, ca. 45 Minuten backen. Nach dem Backen, noch ofenheiß mit erwärmter Marillenmarmelade bestreichen.