Mohnbuchteln



 

Mohnbuchteln sind das heutige Rezept das ich euch präsentiere, bei uns mit Vanillesauce, aber es geht auch ohne, dann ganz einfach mit Staubzucker bestreuen und dazu eine Tasse Kaffee oder Tee. Sehr köstlich, das finden wir, aber es gibt auch sehr viele Mohngegner und es ist auch etwas lästig, wenn sich die Mohnkörnchen in den Zähnen verfangen. Genaugenommen ist in unseren Buchteln Graumohn aus dem Waldviertel enthalten, den mir eine liebe Freundin mitgenommen hat. Er wurde noch vor Ort gequetscht und kam bei mir sofort in die Tiefkühltruhe, da er sonst ranzig werden würde. Er wird dann immer portionsweise aus dem Tiefkühler genommen und ist dadurch lange haltbar.


Zutaten für den Germteig (Hefeteig):

550 g Mehl universal

5 g Trockengerm

2 Eier zimmerwarm

250 ml Milch

40 g Kristallzucker

Prise Salz

50 g Butter

 

Füllung:

200 g Graumohn

240 ml Milch

1 Ei

50 g Kristallzucker

Schalenabrieb von einer Zitrone unbehandelt

 

Weiters:

Ca. 100 g Butter


Zubereitung:

Für den Germteig die Milch erwärmen, aber nicht zu heiß, eher Körpertemperatur, ebenso die Butter zerlassen, denn bei zu hoher Hitze, das heißt über 40° Grad geht die Triebkraft der Germ (Hefe) verloren und der Teig bleibt sitzen. Nun alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Knethacken einen Teig herstellen, danach mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Mohnfülle herstellen, dazu den Mohn in eine Schüssel geben und mit erhitzter Milch übergießen und gut verrühren. Nun die restlichen Zutaten unterrühren und überkühlen lassen.

Bevor nun mit dem Teig weitergearbeitet wird, wird in einer ofenfesten Pfanne 100 g Butter zerlassen, es kann auch zerlassene Butter in eine Auflaufform gegeben werden.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals durchkneten, am besten immer von außen nach innen drücken, danach eine Rolle formen und ca. 40 g schwere Teiglinge abstechen. Jetzt wir ein Teigstück genommen und rund auseinander gezogen, dann in die Handfläche gelegt und mit einem Esslöffel Mohnfülle befüllt und verschlossen. In die Pfanne oder Auflaufform geben und mit einem Pinsel rundherum mit der zerlassen Butter bestreichen, den Vorgang wiederholen bis der Teig aufgebraucht ist. Nochmals mit einem Tuch abdecken und für 10 Minuten gehen lassen, danach im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad, Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten backen. Noch heiß mit Staubzucker (Puderzucker) bestreuen und genießen oder so wie wir mit Vanillesauce verzehren. Der absolute Geheimtipp: Ein Kleks Marillenmarmelade verfeinert das ganze Gericht noch einmal.

 




Hühnerkeulen nach Försterart



 

Ich bin wieder in Probierlaune und dieses Mal gibt es Hühnerkeulen nach Försterart. Warum Försterart – es wird so ähnlich wie Wild zubereitet, also am Vortag mariniert und über die Nacht darf das Fleisch dann durchziehen. Ich habe statt Rotwein einen Johannisbeersaft genommen, das ist für Kinder bekömmlicher und tut dem Geschmack ganz gut. Rezepte mit Wein kann man ganz gut mit Säfte ersetzen, bei Rotwein sind rote Säfte zu bevorzugen, es kann auch halb Wein und halb Saft genommen werden.


Zutaten für 4 Personen:

4 große Hühnerkeulen

4 Karotten

450 g Sellerie

4 Zwiebeln

Salz

Pfeffer

2 Lorbeerblätter

1 Stängel Rosmarin

bisschen Thymian

Wacholderbeeren

500 ml Johannisbeersaft rot

250 ml Hühnersuppe

Petersilie

1 Essl. Tomatenmark

250 g Champignons

100 g Speck roh

Öl


Zubereitung:

Am Vortag die Hühnerkeulen teilen und mit Salz und Pfeffer würzen. 2 Zwiebeln, Karotten und Sellerie schälen und würfelig schneiden. Nun die Hühnerteile, Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Rosmarin, Thymian, Wacholderbeeren und Lorbeerblätter in einen großen Gefrierbeutel geben und mit dem Johannisbeersaft übergießen. Gut verschließen und über die Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen, am nächsten Tag 1,5 Stunden vor dem weiterverarbeiten rausnehmen, damit es sich etwas erwärmt. Die Hühnerteile aus der Marinade heben und mit einem Küchenpapier gut abtrocknen, das Gemüse abseihen und die Marinade aufbehalten, ebenso mit dem Gemüse verfahren. Jetzt werden nochmals 2 Zwiebeln fein geschnitten und in einer Pfanne oder Bräter etwas Öl erhitzt, darin werden nun die Hühnerteile rundherum scharf angebraten, danach rausgenommen und warmgestellt. In dem Bratenansatz kommen die frisch geschnittenen Zwiebeln und das marinierte Gemüse, das nun ebenfalls kräftig angebraten wird, kurz vorm aufgießen kommt noch 1 Esslöffel Tomatenmark dazu, kurz mitrösten. Mit der Marinade  und ca. 250 ml Hühnersuppe (ersatzweise Wasser) aufgießen, kurz aufkochen lassen, Hühnerteile dazu und alles in einen backofentauglichen Gefäß mit Deckel geben. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Grad, Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten zugedeckt garen. In der Zwischenzeit den Speck würfelig schneiden und die Champignons ebenfalls in  dickere Scheiben zerteilen. Den Speck in einer Pfanne ohne zusätzlichen Fett knusprig anbraten, rausnehmen, danach die Champignons  anrösten und von der Herdplatte nehmen. Den Speck und feingeschnittene Petersilie nach Geschmack zu den Pilzen geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gegarten Hühnchen aus dem Ofen holen und das Fleisch aus der Sauce nehmen, auf eine Platte geben und im Backofen warm halten oder sowie bei mir, die Temperatur auf 150° Grad Ober- und Unterhitze einstellen, damit das Hühnchen eine knusprige Haut bekommt. Für die Sauce, ca. 2- 3 Schöpfer Gemüse und auch die Gewürze rausnehmen und das restliche Gemüse mit einem Pürierstab pürieren, damit eine sämige Sauce entsteht. Sollte die Sauce zu dick werden, mit etwas Hühnersuppe, Wasser oder wie bei mir mit Nudelwasser verdünnen. Zum Abschluss das Gemüse, Champignon- Speckgemisch und Hühnerteile dazugeben, nochmals abschmecken.  Mit Nudeln und Salat anrichten.

Tipp: Das Wasser von gekochten Nudeln eignet sich hervorragend für Saucen, das es Stärke beinhaltet.

Die Kräuter in einen leeren Teebeutel geben und so in die Sauce reingeben, hat den Vorteil das sie am Ende der Garzeit leicht rauszunehmen sind.

 




Apfelradl



 

Heute zeige ich euch ein Rezept, das ich seit meiner Kindheit liebe, es sind gebackene Apfelradl, so wurden sie von uns genannt. Wir besitzen einen wunderbaren Apfelbaum, der uns heuer dermaßen mit seinen Früchten beschenkt, dass es schon wochenlang sehr viele Apfelgerichte gibt. Ich habe auch schon Apfelmus eingekocht, Äpfel für Apfelstrudel tiefgefroren und den Apfelstrudel gibt es derzeit einmal wöchentlich. Außerdem befülle ich fast jeden Tag mein Dörrgerät und trockne Apfelscheiben, die übrigens extrem köstlich sind und beschenke meine Verwanden und Bekannten.


Zutaten:

200 g glattes Mehl

2 Eier

Prise Salz

1/8 l Milch

3 Äpfel

Butterschmalz (oder ein anderes Fett)


Zubereitung:

Mehl, Salz, Eier und Milch miteinander verrühren, sodass ein sehr dickflüssiger Teig entsteht und danach für 15 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, mit einem Apfelstecher das Kerngehäuse entfernen und in Scheiben schneiden. In einer Pfanne das Fett erhitzen, die Apfelscheiben rundherum in die Teigmasse eintauchen und beidseitig goldbraun ausbacken. Mit Kristallzucker, Staubzucker oder Zimtzucker bestreuen, dazu passt auch sehr gut eine Vanillesauce.