Bärlauch-Kartoffelstrudel



 

Unsere Wälder sind derzeit voll mit Bärlauch. Bärlauch hat seinen Namen von den Bären, die im Frühjahr erwachen, aus ihren Höhlen kommen und nach Nahrung suchen. Es ist eines des ersten Kräuter im Frühling das reichlich wächst und es ist sehr gesund. Er gehört zu der Familie der Lauchgewächse und stammt ursprünglich aus West- und Mitteleuropa. Bärlauch enthält sehr viel Kalium, Zink, Mangan und Vitamin C, die Blätter sollten vor der Blüte gesammelt werden, weil da noch die meiste Energie, also Inhaltsstoffe beinhaltet sind. Danach steckt die Pflanze die ganze Kraft in die Blüte, die ebenfalls essbar und sehr gesund sind. Heute zeige ich euch ein Rezept von einem Bärlauch-Kartoffelstrudel.


Zutaten für 2 Strudel:

2 Blätterteige oder ersatzweise Strudelteig

800 g Kartoffel (ich habe mehlige und festkochende, gemischt)

100 g Bärlauch

250 g Speck

1 Zwiebel

½ Becher Sauerrahm

2 Eier

Salz

Pfeffer

1 Ei zum Bestreichen


Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. In der Kochzeit der Kartoffeln, den Bärlauch waschen und in Streifen schneiden, den Speck und die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Nun den Speck und die Zwiebel in einer Pfanne ohne Fett anbraten, bis es eine schöne Bräunung hat, vom Herde nehmen und den geschnittenen Bärlauch untermischen. Zu den noch warmen Kartoffeln die Speck-Bärlauchmasse, ½ Becher Sauerrahm, 2 Eidotter, Salz und Pfeffer geben. Alles gut vermischen, das Eiweiß zu steifem Eischnee schlagen und vorsichtig unter die Kartoffelmasse heben. Den Blätterteig aufrollen und die Hälfte der Masse im ersten Drittel des Teiges platzieren. Die Seiten des Blätterteigs einschlagen und danach den Teig zu einem Strudel aufrollen, mit einem verquirlten Ei bestreichen. Ebenso den 2. Strudel fertigen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad, Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten backen, bis eine schöne Bräunung entsteht.

 

Tipp: Falls keine Kartoffelpresse vorhanden ist, geht auch eine Reibe oder eine flotte Lotte.

 

Beilage: Salat, Schnittlauchsauce, Knoblauchsauce

 




Joghurtbrötchen



 

Seit langem sehe ich mir das Rezept von den Joghurtbrötchen an, sie sind schnell gemacht und ohne Germ (Hefe). Nun war es an der Zeit sie auszuprobieren, wirklich eine tolle Sache, alle Zutaten zusammen geben, durchkneten und fertig.


Zutaten für 8 Brötchen:

320 g Mehl universal

1 Pkg. Backpulver

200 g Joghurt

½ Teel. Salz

Prise Zucker

50 g zimmerwarme Butter

1 Ei

Milch zum Bestreichen


Zubereitung:

Das Mehl mit dem Backpulver in einer Rührschüssel vermischen, eine Prise Zucker und einen halben Teelöffel Salz untermischen. Das Ei, Joghurt und die zimmerwarme Butter dazugeben und alles mit einem Knethacken, zu einem glatten Teig kneten. Nun mit einer Küchenwaage, 8 gleich schwere Teigstücke abwiegen und zu Brötchen formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Milch einpinseln. Im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad, Ober- und Unterhitze, ca. 20 Minuten backen, bis die Brötchen eine schöne Färbung bekommen, danach auskühlen lassen.

 

 




Puddingcremeschnitte



 

Heute zeige ich euch wieder ein Rezept aus meiner Kindheit, es sind Negerschnitten. Aber Negerschnitten sollte nicht mehr gesagt werden, weil das diskriminiert sei. Darüber zu diskutieren, ist nicht meine Absicht, also werden sie umgetauft und heißen ab jetzt Puddingcremeschnitten.

 

Zutaten für ein Backblech:

Teig:

5 Eier

200 g Staubzucker (Puderzucker)

1/8 l neutrales Öl

Prise Salz

1 Pkg. Vanillezucker oder so wie bei mir, selbstgemachten Zucker

250 g Mehl universal

1 Pkg. Backpulver

2 Essl. Kakao

50 g Kristallzucker fein


Zubereitung:

Die Eier trennen, das Eiweiß kurz aufschlagen und nach und nach den Kristallzucker unterrühren, bis ein fester Eischnee entsteht. Die Eidotter mit dem Staubzucker, Vanillezucker, Prise Salz und 1/8 l lauwarmen Wasser ca. 6 Minuten sehr schaumig schlagen. Danach das Öl in einem dünnen Strahl, sehr langsam in die Eiermasse einrühren. Nun das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakao vermischen und zügig unter die Teigmasse geben. Ebenso 1/3 vom Eischnee unterrühren und den restlichen Eischnee mit einer Teigspachtel vorsichtig unterheben, so bleibt der Teig schön luftig. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, gleichmäßig verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad, Ober- und Unterhitze, ca. 25 Minuten backen. Auskühlen lassen, vom Backpapier befreien und wieder auf eine feste Unterlage geben.


Puddingcreme:

½ L Milch (500ml)

1 Pkg. Vanillepuddingpulver

3 Essl. Kristallzucker

200 g zimmerwarme Butter

1 Pkg. Vanillezucker

200 g Staubzucker (Puderzucker)


Zubereitung:

Aus der Milch, Kristallzucker und dem Vanillepuddingpulver einen Pudding zubereiten, in eine Schüssel geben, ein bisschen mit Staubzucker bestreuen, damit sich keine Haut bildet und danach auf Zimmertemperatur auskühlen lassen. Die zimmerwarme Butter mit dem Staubzucker sehr schaumig schlagen, es sollte weiß aussehen und den Pudding nun esslöffelweise unterrühren.


Endfertigung:

Variante 1: Den Teigboden mit etwas Marmelade eurer Wahl bestreichen und danach die Puddingcreme darüber verteilen.

Variante 2: Beim Originalrezept, kommt sofort die Puddingcreme über den Teigboden.

Ich bevorzuge die 1. Variante, es kommt ein fruchtiger Geschmack dazu, aber jeder wie er es möchte. Die Puddingcremeschnitte vor dem glasieren kurz kalt stellen und danach mit einer Schokoglasur überziehen.


Glasur:

150 g Schokolade

30 g Kokosfett


Zubereitung:

Die Schokolade mit dem Kokosfett über einem Wasserbad langsam schmelzen lassen. Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, sonst verliert die Schokolade ihren Glanz.

 

 




Karfiolbombe



Vor kurzer Zeit hatte ich ein Foto und ein Rezept von einer Karfiolbombe gesehen, hat mich sehr angesprochen. Tatsächlich war dieses Mal in meiner wöchentlichen Biokiste ein Karfiol (Blumenkohl) dabei und da kam mir sofort der Gedanke dieses Rezept auszuprobieren. Nur leider wusste ich nicht mehr wo dieses Rezept von mir gesichtet wurde, Improvisation ist alles, wie Faschiertes (Hack) gemacht wird, weis ich und so schwer kann das schon nicht sein. Gedacht, getan und das Ergebnis war äußert zufriedenstellend, also absolut köstlich und wird auch zukünftig in meiner Alltagsküche einen Fixplatz bekommen.


Zutaten für 4 Personen:

1 kleiner Karfiol (Blumenkohl)

600 g gemischtes Faschiertes (Hack)

2 altbackene Semmerl (Brötchen)

Salz

Pfeffer

60 g feingehackte Zwiebel

1 Knoblauchzehe feingeschnitten

2 Eier

2 Essl. feingehackte Petersilie

1 schwacher Essl. Estragonsenf

1 Teel. Suppenwürze (ich nehme meine Selbstgemachte)

Bröseln

150 g Schinkenspeck oder Speck

250 ml Suppe, ersatzweise Suppenpulver


Zubereitung:

Den ganzen Karfiol in kochenden, gesalzenen Wasser, ca. 10 Minuten garen, bis er bissfest ist. Die altbackenen Semmeln (vom Vortag) in Wasser einweichen, die feingehackte Zwiebel im Fett goldbraun rösten. Das Faschierte in eine Schüssel geben, die eingeweichten Semmel fest ausdrücken und fein zerdrücken (zermatschen), sodass nur kleine Semmelstücke zum Fleisch kommen. Alle restlichen Zutaten dazugeben und zu einem Fleischteig vermischen, gut würzen. Die Masse sollte kompakt sein, sollte das nicht der Fall sein, Bröseln dazugegeben, bis die Masse fester wird. Nun etwas von dem Fleischteig in eine Auflaufform geben, den Karfiol darauf setzen und mit der restlichen Fleischmasse umschließen. Mit dem Speck abdecken, etwas Suppe angießen und im vorgeheizten Backofen bei 200° Grad, Ober- und Unterhitze ca. 1 Stunde braten. Vielleicht nach der Hälfte der Garzeit mit der Hitze etwas zurück schalten.

 

Beilage: Püree, Reis, Salate